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Valdivia

Eine der wichtigsten Hafenstädte Chiles ist die 1550 gegründete Stadt Valdivia, die recht malerisch im Mündungsdelta der Flüsse Río Calle Calle und Rio Cruces liegt.

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Ortsteile von Valdivia
► Niebla

Daten & Fakten
Gegründet: 1550
Einwohner: 166.080
Comuna: Valdivia
Fläche 1.016 km² (163 Einwohner / km²)
Höhe: 14 müNN
Koordinaten: 39° 48' 30" S, 73° 14' 30" W
Telefonvorwahl: +56 63 (+ Rufnummer)

Homepage
► http://www.munivaldivia.cl

Tourist Information
► Cámara de Turismo de Valdivia
► Sernatur Valdivia
► Selva Valdiviana

Aktivitäten
BootsausflügeCanopyKanuwandernKlettern und BergsteigenMountainbikeReitenTrekkingVogelbeobachtungWhale Watching

Veranstaltungen
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Eine der wichtigsten Hafenstädte Chiles ist die 1550 gegründete Stadt Valdivia, die recht malerisch im Mündungsdelta der Flüsse Río Calle Calle und Rio Cruces liegt.

Noch heute ist Valdiva noch stark vom Einfluss der deutschen Einwanderer geprägt, die in der Stadt deutlich ihre Spuren hinterlassen haben: Viele Straßen und Unternehmen tragen deutsche Namen, im Café Haussmann gibt es deutsche Spezialitäten und in der Brauerei Kunstmann wird das Bier selbstverständlich nach dem Reinheitsgebot gebraut.

Am Anfang lief es in Valdivia allerdings alles andere als rund - die ersten Siedler wurden recht schnell wieder von den in der Gegend lebenden Mapuche vertrieben und schon 1599 mußte die Siedlung wieder aufgegeben werden. Zu allem Überfluß hatten auch noch die Holländer ein Auge auf die Gegend geworfen und versuchten dort Fuß zu fassen. Das schließlich war den Spaniern zuviel: 1645 begann die massive Wiederbesiedlung der Gegend und der Ausbau zu einer mächtigsten Festungen in Südamerika. Gleich mehrere Forts wurden an der Mündung des Río Valdivia in den Pazifik errichtet, die Siedlung selbst wurde mit einer Stadtmauer ausgestattet. Als wichtiger Hafen entlang der Pazifikküste hatte Valdivia eine zu große strategische Bedeutung, als daß man es hätte aufgeben können.

Im Unabhängigkeitskrieg 1820 war Valdivia eine der letzten Bastionen der spanischen Krone, bis die Stadt von einem chilenischen Kommando unter Lord Thomas Cochrane eingenommen wurde - eine Heldentat, die bis heute den Stolz der Chilenen auf ihre Marine begründet.

Dann kamen, ab 1850, die deutschen Einwanderer: In kurzer Zeit wurde die Stadt zum führenden Industriezentrum im Süden Chiles. Neben Gießereien, Werften und anderen Betrieben entstand in Valdivia auch die erste Brauerei Chiles, und bis heute prägen deutsche Straßen- und Firmennamen das Gesicht Valdivias. In der Calle General Lagos südlich des Zentrums sind noch heute einige schöne Häuser der Siedler zu sehen.

Die meisten alten Gebäude wurden allerdings bei einem verheerenden Erdbeben am 22. Mai 1960 zerstört. Das Beben hatte die unfaßbare Stärke von 8,9 auf der Richterskala. Die Gegend um die Stadt sank um drei Meter ab, wertvolles Ackerland verwandelte sich innerhalb weniger Sekunden in Sumpfgebiete.

Sehenswert in der Stadt sind vor allem der Mercado Fluvial, eine schöner Markt direkt am Flußufer nahe dem Stadtzentrum. Direkt neben den Ständen der Fischhändler aalen sich Seehunde auf den Betonpollern in der Sonne, wohl wissend daß ab und zu ein Stückchen für sie abfällt.

Dort legen auch die zahlreichen Ausflugsboote zu Touren auf den Flüssen ab. Die meisten Touren dauern etwa 6 Stunden und fahren bis zur Flußmündung und schließen einen Besuch in den sehenswerten Festungen von Corral mit ein.