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Nationalpark Pumalín

Ab 2018 ist Chiles bekanntester privater Naturpark ganz offiziell ein Nationalpark. Seine Geschichte beginnt aber schon einige Jahre früher.

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Daten & Fakten
Gegründet: 2018
Fläche 2.894 km² (0 Einwohner / km²)
Koordinaten: 42° 33' 46" S, 72° 36' 18" W

Homepage
► http://www.parquepumalin.cl

Tourist Information
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Aktivitäten in Chaitén

Ab 2018 ist Chiles bekanntester privater Naturpark ganz offiziell ein Nationalpark. Seine Geschichte beginnt aber schon einige Jahre früher.

Im Jahre 1990 begann der US-amerikanische Unternehmer, Bergsteiger und Umweltschützer Douglas Tompkins, Gründer der Textilmarken North Face und Esprit, Ländereien im südlichen Chile zu kaufen um den einzigartige Ökosystem des gemäßigten Regenwaldes der Region vor dem Zugriff durch die Holzindustrie zu bewahren. Den Anfang machte das brachliegende Landgut Fundo Reñihué mit 17.000 Hektar, im Laufe der Jahre kamen fast 280.000 Hektar dazu. Tompkins und seine Stiftung The Conservation Land Trust wurden zu den größten privaten Landbesitzern Chiles.

Unternehmern und konservativen Kräften in Chile war diese Entwicklung ein Dorn im Auge: Für die einen bedrohten sie die wirtschaftlichen Interessen, für die anderen war Tompkins gar eine Gefahr für die Nationale Sicherheit - schließlich erstreckte sich das Territorium des Parque Pumalín, vom Pazifik bis zur argentinischen Grenze und teilte Chile in zwei Teile. Dass hinter alledem ein Gringo stand, machte die Situation in ihren Augen nicht besser. Durch allerlei wilde Gerüchte bis hin zu Verschwörungstheorien und juristische Winkelzüge wurde versucht, das Projekt zu torpedieren.

The Conservation Land Trust bemühte sich unterdessen, der chilenischen Öffentlichkeit den Park schmackhaft zu machen. Neben den Naturschutz-Projekten sollten auch die Anwohner unterstützt und eingebunden werden, es sollten Arbeitsplätze und eine nachhaltige touristische Infrastruktur entstehen. In Caleta Gonzalo am Südeingang des Parks wurde ein Besucherzentrum gebaut, Wanderwege und Campingplätze wurden angelegt.

2005 wurde dem Park der eher provisorische Status eines Santuario de de Naturaleza verliehen, 2018 schließlich wurden der Parque Pumalín zusammen als Teil der größten privaten Landspende, die es jemals gegeben hat, dem chilenischen Staat übertragen. Dieser verpflichtete sich im Gegenzug, die Gebiete als Nationalparks dauerhaft unter Schutz zu stellen.

Für Besucher gibt es im Parque Pumalín eine vorbildliche Infrastruktur, vor allem im südlichen Teil zwischen Chaitén und Caleta Gonzalo. Mehrere Campingplätze und Cabañas sowie Wanderwege stehen zur Verfügung.