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Carretera Austral: Traumstraße im Süden Chiles

Entfernungen

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  • Ministerio de Obras Públicas


  • Die Carretera Austral soll irgendwann einmal den Süden Chiles mit dem Rest des Landes verbinden. Dafür müssen über 2.000 km Straße durch unwegsames Gebiet gebaut werden.

    Noch immer fehlt eine durchgehende Straßenverbindung zwischen dem chilenischen Mutterland und der südlichsten Región Magallanes.

    Politikern und Militärs ist dieser Umstand natürlich ein Dorn im Auge, denn alle Transporte in den Süden müssen auf die Fähre verladen werden oder über argentinisches Territorium fahren - ein Umstand, der besonders bei den Grenzstreitigkeiten beider Länder Ende der sechziger und siebziger Jahre zum Problem wurde. Aber auch die zunehmende Besiedlung der Region Aysén und deren zunehmende Orientierung Richtung Argentinien bereitete den Strategen Kopfzerbrechen.

    So gab es zwar seit langem Pläne, aber 1976 schließlich begannen mehr als 10.000 Soldaten des Cuerpo Militar del Trabajo mit dem Bau der Carretera Austral.

    Mittlerweile hat die Straße eine Länge von 1.240 Kilometern und Villa O'Higgins am Rand des Eisfeldes Campo de Hielo del Sur erreicht. Von Puerto Natales im Süden und Puerto Yungay im Norden wird die Piste weiter vorangetrieben. In 20 oder 30 Jahren sollen sich die beiden Enden dann irgendwo im Gewirr der patagonischen Fjorde treffen.

    Größere Lücken gibt es allerdings immer noch im nördlichen Teil zwischen Puerto Montt und Chaitén, die mit langen Überfahrten per Fähre überbrückt werden. Die Regierung will unbedingt ein fehlenden Teilstück durch den privaten Naturpark Pumalín schließen. Dessen Unterstützer lehnen dies ab und fordern stattdessen einen weitaus kostengünstigeren Ausbau existierender Pisten entlang der Küste, der freilich immer noch einige kürzere Fährpassagen beinhaltet.

    Gut ein Drittel der Strecke ist mittlerweile asphaltiert und gut ausgebaut, vor allem rund um die Regionalhauptstadt Coyhaique.

    Tankstellen gibt es in Hornopirén, Chaitén, La Junta, Puyuhuapi, Mañihuales, Coyhaique, Puerto Guadal, Cochrane und Villa O'Higgins - vor allem im nördlichen Teil sind die Abstände relativ kurz so daß man nicht unbedingt einen Reservekanister braucht. Hinter Coyhaique sieht es da schon anders aus, die nächste Zapfsäule findet sich erst wieder nach 335 Kilometern in Cochrane.